Wenn Du etwas tust, dann tue es mit dem ganzen Herzen (Konfuzius)          |         Was Du mit einer kleinen Anstrengung erreichst, verdirbst Du mit einer großen          |         Du bewegst Dich immer dahin, wohin Du die Aufmerksamkeit richtest         |         Das einzig Beständige ist der Wandel

Führung und Kommunikation

Eine Fülle der therapeutischen Kommunikationsmuster, die wir in unseren Seminaren lehren, können in normalen Gesprächssituationen effektiv genutzt werden. Es sind hoch wirksame Elemente einer effektiven, zielgerichteten Kommunikation, anwendbar auf Gespräche mit Kollegen, Mitarbeitern und Kunden.

In Coachings bereiten wir auf wichtige Gespräche vor und beraten bei Reden und Vorträgen.

Ein zentrales Element der Hypnotherapie ist das sich ankoppeln (Pacing and Leading) an das Weltbild, die Vorannahmen und die Besonderheiten des Gegenübers. Nur wer sich auf den anderen einstellen kann, kann bei diesem Vertrauen gewinnen und ihn überzeugen. Nur wer sich verstanden fühlt, ist bereit, von seinem Gegenüber etwas anzunehmen.

Wenn man in der Lage ist, sich in den anderen einzufühlen, fühlt dieser sich wertgeschätzt und geachtet. Dies ist eine Voraussetzung für eine geglückte Kommunikation.

Der übliche Kommunikationsstil, mit dem Menschen untereinander und auch mit sich selbst kommunizieren, ist meist wenig konstruktiv und fehlerorientierend. (Fall nicht hin, vergiss bitte nicht, pass auf, dass Du das nicht wieder falsch machst)

Diese Fehlerorientierung führt genau zu dem Ergebnis, das man vermeiden wollte. Der Satz: „Hoffentlich bin ich beim nächsten Mal nicht wieder so nervös!“ macht die Nervosität wahrscheinlich, die man eigentlich vermeiden wollte. Man stellt sich augenblicklich vor, wie man beim nächsten Mal wieder nervös ist. Das nächste Mal wird innerlich mit Nervosität verknüpft.

Diese unpassenden, wenig hilfreichen Kommunikationsstile lassen sich verändern. Man kann lernen zielorientiert und positiv zu kommunizieren.

Die indirekten Kommunikationstechniken der Hypnotherapie helfen unnötige Widerstände zu vermeiden. Sie können ohne Trance innerhalb der normalen Kommunikation zwischen Menschen sinnvoll eingesetzt werden.

Indirekte Techniken platzieren Botschaften und Ratschläge so, dass der Kommunikationspartner sie nicht als belehrend oder erzieherisch auffasst. Er kann sie auf sich selbst beziehen, muss es aber nicht.

Vorträge, die diese indirekten Techniken enthalten, schaffen eine besondere Atmosphäre, in der die Zuhörer sich selbst stärker angesprochen und inspiriert fühlen.

In der Hypnotherapie unterscheidet man zwischen einer Lösungstrance und einer Problemtrance.

Während erstere die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Menschen erweitert, kann eine Problemtrance das Denken und die Fähigkeiten einschränken und blockieren.

Problemtrancen können durch spezifische Sprachmuster entstehen. Es ist wichtig, diese Sprachmuster zu erkennen, um nicht in eine bestimmte Richtung manipuliert zu werden.

Kommunikation in medizinischen Bereich

Im März 2016 stellte der Deutsche Ethikrat seine Ergebnisse einer im Auftrag des Bundestages durchführten Studie zur Verbesserung der Patientenversorgung in deutschen Krankenhäusern vor. Als maßgebliches ethisches Leitprinzip stellt der Deutsche Ethikrat das Patientenwohl in den Mittelpunkt seiner Stellungnahme. Drei Kriterien bestimmen das Patientenwohl:

Die selbstbestimmungsermöglichende Sorge für den Patienten

Die gute Behandlungsqualität

Die Zugangs- und Verteilungsgerechtigkeit.

Zentrales Ziel sollte es dabei sein, dass Patientenwohl in den Fokus der Krankenhausversorgung zu stellen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden 29 Empfehlungen durch den Ethikrat formuliert. Die erste und wichtigste Empfehlung betraf dabei die Kommunikation in Krankenhäusern:

Zunächst empfiehlt der Ethikrat, eine bessere Kommunikation im Krankenhaus sicherzustellen. Dazu gehört die Förderung der kommunikativen und interkulturellen Kompetenz aller im Krankenhaus Tätigen. Diesbezüglich sollten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Zudem sollte der zeitliche und organisatorische Aufwand bei den Vorgaben für die Vergütung innerhalb des DRG-Systems berücksichtigt werden. Dies betrifft sowohl die Kommunikation mit Patienten als auch die interprofessionelle Kommunikation.

www.ethikrat.org/mitteilungen/2016/deutscher-ethikrat-fordert-das-patientenwohl-als-massstab-fuer-das-krankenhaus-zu-verankern/

Unsere Angebote zur therapeutischen Kommunikation

Mit unseren In-House Angeboten wenden wir uns an interdisziplinäre Teams bis maximal 25 Personen von der Oberärztin bis zum Pflegepraktikanten.

Zusätzlich bieten wir bei uns im Institut ein Curriculum (200 Stunden) in Medizinischer Hypnose, in dem wir ärztliche und pflegerische Kollegen intensiv schulen, so dass diese anschließend als "Multiplikatoren" regelmäßige Fortbildungen bei Ihnen vor Ort anbieten können.

Wir kommen zu Ihnen ins Krankenhaus oder in die Praxis und schulen Ihr Personal:

1. Gute Haltung gegenüber Kolleg/innen und Patient/innen

2. Allgemeine Kommunikationsmodelle

3. Grundbedürfnisse des Menschen und wie sie in die therapeutische Kommunikation integriert werden können

4. Konkrete Kommunikationsideen für Ihre Arbeitssituation

5. Umgang mit Menschen in Krisen und "Problem-Patient/innen"

Die Fortbildung geht über 8 Unterrichtsstunden von 09:00 bis 17:00 Uhr.

Zur Festigung der neu gelernten Kommunikationsstrategien empfiehlt es sich nach ca. 4 Wochen einen Supervisionstag anzubieten, bei dem Schwierigkeiten und problematische Situationen besprochen und gemeinsam zielorientierte Lösungen gefunden werden können.

Unsere Supervisionstage umfassen 8 Unterrichtseinheiten von 09:00 bis 17:00 Uhr.

Zusätzlich zu unseren In-House Angeboten bieten wir an, dass zentrale Personen aus dem ärztlichen oder pflegerischen Bereich Komplettausbildungen in Medizinischer Hypnose (200 Stunden Curriculum) bei uns durchführen können.

Innerhalb dieser Ausbildung lernen die Teilnehmer/innen die Nutzung von hypnotherapeutischen Kommunikationsmuster und die Nutzung von Hypnosetherapie im medizinischen Umfeld. Entspannungsverfahren und Psychosomatische Grundversorgung sind ebenso Inhalte wie der Aufbau einer therapeutischen Beziehung und dem Umgang mit krisenhaften Situationen.

Mehr Informationen zu dieser Ausbildung finden sie hier: Medizinische Kommunikation